Mit diesem Geschäftsbericht blicken wir zurück auf das Jahr 2007- ein aufregendes und arbeitsintensives Jahr, das viele Veränderungen mit sich brachte. Vor allem die Zukunft des Kreisjugendrings Witzenhausen e.V. hat uns in diesem Jahr beschäftigt und uns zu einigen Veränderungen in der Struktur unserer Arbeit bewegt. Diese Veränderungen und andere wichtige Fakten des Jahres 2007 möchten wir euch im Folgenden darstellen.
Unterstützung für Dachverbände (Jugendbüro)
Zur Unterstützung der Jugendringe und der kreisweit organisierten Jugendverbände wurde im Jahr 2006 eine Konzeption für das „Jugendbüro“ erarbeitet, das vom Kreis mit 30.000 Euro jährlich finanziert wird. Dieses Geld wird in halbjährige Projekte investiert.
Im April 2007 kamen so der Vorstand des KJR und Manfred Schmitt zum ersten Mal zusammen. M. Schmitt ist selbstständiger Supervisor, gibt Seminare, ist tätig in Aus-, Fort- und Weiterbildungen, ist Jurist und hat bereits viel Erfahrung im Jugendbereich gesammelt. Mit 7 Stunden pro Woche über den Zeitraum eines halben Jahres galt es ein Projektkonzept zu erarbeiten, welches den Fortbestand des Kreisjugendringes (vor allem seines Vorstandes) sichern soll.
Um die Qualität der Arbeit zu garantieren, sollte zudem ein unabhängiger Beirat gegründet werden, der zunächst den Arbeitsprozess in den beiden Jugendringen und in Zukunft auch den der kreisweit organisierten Jugendverbände begleiten und kontrollieren soll.
Schon im April standen folgende Themen fest, mit denen sich Manfred Schmitt und der Vorstand im kommenden Halbjahr auseinandersetzten:
- Erwartungen/Befürchtungen an das Jugendbüro,
- Bestandsaufnahme der Aufgaben des KJR Vorstandes (Zeitachse) und Bedarfserhebung unseres Programms,
- Handbuch (Prozesse beschreiben, Aufgaben, Inhalte).
Die Befürchtung einer Mehrbelastung an den Vorstand, um das Projekt voranzutreiben, bestätigte sich schnell, außerdem wurde deutlich, dass das Projekt in einem halben Jahr nicht abgeschlossen sein würde. Somit wurde der Zeitraum um ein weiteres halbes Jahr verlängert, um am Ende ein Handbuch präsentieren zu können, dass es Externen sowie kurzzeitigen Aktiven im KJR ermöglicht einen möglichst umfassenden Einblick in die einzelnen Tätigkeitsbereiche zu gewinnen. Ziel des Handbuches ist es, die Hemmschwelle für Neueinsteiger zu senken und somit eine größere Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement im KJR zu gewährleisten.
Als sicherlich ersten Erfolg kann man die neu entstandene Struktur im KJR bezeichnen, das "KJR:EXTENDED" (s.u.).
Das Handbuch ist noch in der Entstehung und kann hoffentlich zum Ende der Projektzeit im April 2008 präsentiert werden.
Außerdem ist zu hoffen, dass für die Zukunft ein Gremium zustande kommt, wie es in der Konzeption des „Jugendbüros“ 2006 festgelegt wurde.
Zu unserem Bedauern müssen wir mitteilen, dass sich in unserem letzten Gespräch mit Manfred Schmitt am 12.02.2008 herausgestellt hat, dass der Vorstand des KJR und er nicht mehr das selbe Ziel verfolgen und die Erstellung eines Handbuches nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten zu liegen scheint. Aus diesem Grund haben Manfred Schmitt und der KJR sich an diesem Punkt voneinander getrennt und das Projekt ohne nachhaltiges Ergebnis als beendet erklärt.
"KJR:EXTENDED" - mit Teamwork in die Zukunft
Bereits seit einigen Jahren zeichnete sich ab, dass die personelle Situation im Vorstand des KJR zunehmend schwieriger wird, da die Verweildauer der einzelnen Mitglieder im Vorstand abnimmt und sich auch nicht mehr genügend Personen für eine solchen ehrenamtliche Tätigkeit gewinnen lassen.
Aufgrund dieser Tatsache haben wir im Rahmen des Jugendbüros im August 2007 einen Zukunftstag veranstaltet, an dem es darum gehen sollte welche Veränderungen nötig und vor allem auch möglich sind, um die Arbeit des KJR weiterhin aufrecht erhalten zu können.
An diesem Tag, der auf erfreulich große Resonanz stieß, wurde mit Hilfe der vielen engagierten Anwesenden die neue Struktur des Kreisjugendrings zunächst erdacht und dann ins Leben gerufen.
Die neue Struktur "KJR:EXTENDED" setzt auf Teamwork. So wurde die Arbeit, die bisher allein der Vorstand bewältigte, auf 11 Projektgruppen und somit auch auf viele Menschen, die sich jeweils einer Kernaufgabe des KJR widmen, verteilt. Die 11 entstandenen Projektgruppen beschäftigen sich mit:
- Freizeiten,
- Kontakt zu den Mitgliedsgruppen,
- Wochenendseminare,
- Kreisjugendtreffen,
- Geschäftsstelle,
- Betreuerlehrgänge,
- Jugendpolitik,
- Materialpool,
- Haus der Jugend,
- Juleica- Ausbildung und
- Angebote für Jugendleiter,
- sowie weitere Veranstaltungen für Jugendgruppen.
Leider hat sich für die zuletzt genannte Projektgruppe noch niemand gefunden, der sich gerne darum kümmern würde.
In allen anderen Projektgruppen wird bereits seit einiger Zeit fleißig gearbeitet, damit das Angebot des Kreisjugendrings erhalten bleiben kann. Neben den oben genannten Projektgruppen gibt es noch den so genannten Expertenpool, der aus Personen besteht, die sich bereits seit einigen Jahren mit Jugendarbeit und dem KJR beschäftigt haben und somit den Projektgruppen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Zudem gibt es natürlich auch weiterhin den Vorstand des KJR, der sich in dieser neuen Struktur neben den laufenden Geschäften auch um die Koordination der einzelnen Projektgruppen kümmert. Durch diese neue Struktur arbeiten im Kernbereich des Kreisjugendrings nicht wie bisher lediglich 11 Personen (6 Vorstand, 4 Geschäftsführung Haus der Jugend [hier eine Doppelbesetzung] und 2 Betreuerlehrgangsleitung), sondern 24 engagierte Helfer.
Wie genau die neue Struktur weiter laufen wird und ob sie den gewünschten Erfolg bringt, wird sich wohl erst im Jahr 2008 herausstellen. Doch wir hoffen sehr, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung gegangen sind.