SYLT- Der Fluch des Käpt’n Blaubärns
Es galt ihn zu brechen, den Fluch, der die Seele des allgemein bekannten Käpt’n Blaubärns gefangen hielt. Die 42 Teilnehmer im Alter von 11- 13 Jahren starteten begleitet von sieben vom Kreisjugendring Witzenhausen geschulten Betreuern auf der zehntägigen Freizeit auf Sylt.
Mit im Gepäck jede Menge ausgearbeitete Programmideen um die Freizeit für die Kinder so spannend wie nur möglich zu gestalten. „ Packt eure Rücksäcke, vergesst nicht Pulli und Lunchpaket mitzunehmen und cremt euch noch mal mit Sonnencreme ein!“ Mit diesen Worten starteten die Aktionen, die uns von der Herberge, nahe Westerlands, zu verschieden Ausflugszielen führte.
Auf Sylt ist eine Wattwanderung ein Muss und so führte ein Einheimischer die Gruppe durch das kühle Nass und erläuterte im sympathischen nordischen Akzent die Lebensweisen der krabbelnden und krauchenden Kleintiere, die im Watt gefunden werden konnten.
Nach dem Schlendern auf Westerlands „Einkaufsmeile“, besuchten wurde der Besuch im örtliche Hallenbad umgesetzt, welches mit großen Rutschen lockte. Weiterhin standen Kinobesuch und das anschließende Pizzaessen auf dem Programm. Traute sich die Sonne zwischen den Wolken hervor, war der Strand vor nicht mehr sicher. Im bewachten Strandabschnitt wurden prächtige Sandburgen erbaut, nicht nur Teilnehmer, sondern zum großen Vergnügen der Kids auch Betreuer fast gänzlich verbuddelt und sich im Wasser gegen so manche Wellen behauptet.
Eine eher gewöhnungsbedürftige Erfahrung mit der See machte die ganze Gruppe an Deck eines großen Kutters, welches zu einer Seehundbank führen sollte. Dank starkem Seegang und eines eigenwilligen Kapitäns wurde dieses Unterfangen zu einem Schauspiel der an Seekrankheit leidenden Gesichter, auf denen die Erleichterung geschrieben stand, als schließlich das Ufer erreicht wurde.
Von den Seehunden und den Meerestieren, die die Besatzung vorgestellt hatte wenig mitbekommen, hatten sich die Betreuer für eine Entschädigung ein- und auch durchgesetzten können. Die dafür vorgesehene Inselrundfahrt zeigte uns Sylts Anlaufstellen der Schönen und Reichen, Wohnsitze von Promis, die man nur aus dem Fernsehen kennt und Wanderdünen, die- wer hat aufgepasst?, im Jahr an die 5 Meter wandern sollen.
Trotz allem nicht genug von der See, war es den Teilnehmern möglich im „Sylt Aquarium“ mehr über die Unterwasserwelt der Nordsee zu erforschen. Mit einem Fragebogen bewaffnet lasen sie sich schnell einige Eigenschaften und Lebensstile der in der Nordsee beheimaten Lebewesen an, die sich zuhauf in den Aquarienlandschaften tummelten. Den drei Siegern war es gegönnt, sich einen Crêpe auf Kosten des Hauses zu genehmigen.
Doch standen auf unserer Tagesordnung nicht nur Unternehmungen sondern auch einige Bastelaktionen als auch Spiele. So wurden Gesichter, Hände und Arme eingegipst, aus Fimo Perlen oder Phantasiefiguren geformt und dafür gesorgt, dass die Familien schöne, eigens gestaltete Postkarten als Gruß nach Hause geschickt bekamen.
Über die ganze Zeit sammelten sich Puzzleteile an, die auf dem Wegen oder gar im Sand versteckt lagen. Die 42 Spürnasen fanden diese und trugen sie zusammen, so konnte sie den Reim darauf entziffern. Dieser so fanden die Kids heraus führte zur Rätsels Lösung den Käpt’n zu befreien. Nach einiger Zeit des Grübelns über die Worte des Reims, schlugen wir den Weg zum Strand ein. Geführt von den in der Dunkelheit hell leuchtenden Knicklichtern standen wir im Kreis und als 2 Teilnehmer den Reim laut aufsagten entwich des Käpt’ns Seele in einer Rauchwolke und mit Funken gespickt in der Nacht.