Das Jahr 2005 war für den Kreisjugendring Witzenhausen e.V. vor allem davon geprägt, einen intensiven Blick in die Zukunft zu werfen – doch auch das umfangreiche Jahresprogramm und die „Standards“ wollten bewältigt werden und sollen in diesem Tätigkeitsbericht beleuchtet werden.
Personelle Situation
Bereits im Geschäftsbericht 2004 haben wir auf die zunehmend schwieriger werdende personelle Situation im ehrenamtlichen Vorstand des Jugendrings hingewiesen und weitere Schritte aufgezeigt, die in 2005 mit viel Arbeitsaufwand vorangetrieben wurden. Von einigen langjährigen Vorstandsmitgliedern war bereits Ende 2004 das Ausscheiden aus dem Vorstand bei der Delegiertenversammlung 2006 angekündigt worden, im Laufe des Jahres 2005 hat sich die Situation durch berufliche Veränderungen bei weiteren Vorstandsmitgliedern zusätzlich verschärft: Von den bisher 8 Vorstandsmitgliedern werden nur 3 auch über die Delegiertenversammlung 2006 hinaus dem Vorstand angehören.
Für den Vorstand bedeutete dies, sich im zurückliegenden Jahr auf verschiedenen inhaltlichen Ebenen intensiv mit dieser Problematik und möglichen Konsequenzen zu befassen. Zum Einen galt es, die verbleibenden Vorstandsmitglieder in die wesentlichen Aufgabenfelder einzuarbeiten, die bislang von ausscheidenden Mitgliedern wahrgenommen wurden, um eine kontinuierliche Arbeit des Kreisjugendrings – zumindest im Kerngeschäft - zu gewährleisten. Zum Anderen intensivierte der Vorstand seine Bemühungen, aus den Reihen der Mitgliedsgruppen neue MitstreiterInnen zu gewinnen. Dazu dienten diverse Einzelgespräche und schließlich auch ein Perspektivtag im September. Trotz dieser Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, neue Vorstandsmitglieder zu gewinnen.
Dies wiederum war für den Vorstand der Anlass, um auch im politischen Bereich zu agieren und die schwierige Situation im Gespräch mit den Kreistagsfraktionen und den JugendpolitikerInneN der Parteien zu erörtern. Daraus resultierte u.a. ein Antrag des KJRs im Jugendhilfeausschuss, mit dem Ziel, die Arbeit des KJRs durch eineN professionelleN MitarbeiterIn (1/2 Stelle Sozialpädagoge/-in) abzusichern. In den weiteren Haushaltsberatungen wurde dieser Antrag von SPD und FDP dahingehend aufgegriffen, dass sie die Einrichtung eines „Jugendbüros“ zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Jugendringe und der kreisweit organisierten Jugendverbände gefordert und dafür 30.000 Euro im Kreishaushalt 2006 eingestellt haben. Ob dieses „Jugendbüro“ die personellen Probleme des Kreisjugendrings lösen ist zz. noch nicht abzusehen. Anfang 2006 soll gemeinsam die Konzeption für dieses Büro erarbeitet werden.
Der Vorstand des Kreisjugendrings bestand im Berichtszeitraum aus:
1. Vorsitzender Björn Bertram Aktion Jugend
2. Vorsitzender Florian Hartmann Kanu Jugend Wiz.
Kassierer Jonathan Brauch Betreuer
Schriftführerin Sandra Thiel Kanu Jugend Wiz
stellv. Kassierer Eric Brübach Betreuer
stellv. Schriftführerin Anna-Katharina Wellnitz DPSG Witzenhausen
1. Beisitzerin Janine Weix TG 1961 Witzenhausen
2. Beisitzer Peter Kirst Betreuer
3. Beisitzer unbesetzt
Seit Oktober 2002 wird der KJR-Vorstand durch eine Büroassistentin (geringfügiges Beschäftigungsverhältnis / ca. 8 Stunden/Woche) unterstützt. Bis November 2005 hat Nadine Weier diese Aufgabe wahrgenommen, dann jedoch ihre Stelle gekündigt. Ende 2005 wurde dadurch eine neue Stellenausschreibung notwendig. Seit dem 01.01.2006 arbeitet nun Cornelia Kahlmeier als Büroassistentin für den KJR. Nadine Weier sei an dieser Stelle für die dreijährige Arbeit beim KJR gedankt.
Leistungsvereinbarung
Im Frühjahr 2005 ist der Werra-Meißner-Kreis an den KJR herangetreten und hat den Wunsch geäußert, die Förderung des Jugendrings auf eine vertragliche Basis zu stellen und eine entsprechende Leistungsvereinbarung auszuarbeiten, wie sie für andere Leistungen des Jugendamtes bereits mit den verschiedenen Trägern ausgehandelt worden war.
Positiver Aspekt einer solchen Leistungsvereinbarung ist die frühere Planungssicherheit über die im kommenden Jahr zur Verfügung stehenden Mittel und die gesicherte Auszahlung von Geldern bereits im Februar. In den vergangenen Jahren war es zu Beginn des Jahres teilweise zu finanziellen Engpässen gekommen, da der Haushalt des Kreises noch nicht genehmigt war und Zuschüsse nur in begrenztem Maße ausgezahlt werden durften.
Wesentlicher Aspekt im Aushandlungsverfahren der Leistungsbeschreibung war für den Vorstand, dass das Berichtswesen (Nachweise für die erbrachten Leistungen) nicht zu kompliziert und die Handlungsspielräume im Programmplanungsprozess nicht zu stark einschränken werden durften. Nach einem fachlichen und von Offenheit und Vertrauen geprägten Diskussionsprozess ist es dem KJR Ende 2005 gelungen, mit dem Werra-Meißner-Kreis eine entsprechende Vereinbarung abzuschließen, die zum 01.01.2006 in Kraft getreten ist.