Kreisjugendring Witzenhausen e.V.

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Der aktuelle Vorstand des Kreisjugendrings Witzenhausen e.V.MitgliedsgruppenSatzungTätigkeitsberichtBericht 2005
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Tätigkeitsbericht 2005




Die Weichen auf Zukunft stellen


v.l.n.r.: Björn, Eric, Peter, Sandra, Anna, Janine, Florian.

Das Jahr 2005 war für den Kreisjugendring Witzenhausen e.V. vor allem davon geprägt, einen intensiven Blick in die Zukunft zu werfen – doch auch das umfangreiche Jahresprogramm und die „Standards“ wollten bewältigt werden und sollen in diesem Tätigkeitsbericht beleuchtet werden.

Personelle Situation

Bereits im Geschäftsbericht 2004 haben wir auf die zunehmend schwieriger werdende personelle Situation im ehrenamtlichen Vorstand des Jugendrings hingewiesen und weitere Schritte aufgezeigt, die in 2005 mit viel Arbeitsaufwand vorangetrieben wurden. Von einigen langjährigen Vorstandsmitgliedern war bereits Ende 2004 das Ausscheiden aus dem Vorstand bei der Delegiertenversammlung 2006 angekündigt worden, im Laufe des Jahres 2005 hat sich die Situation durch berufliche Veränderungen bei weiteren Vorstandsmitgliedern zusätzlich verschärft: Von den bisher 8 Vorstandsmitgliedern werden nur 3 auch über die Delegiertenversammlung 2006 hinaus dem Vorstand angehören.

Für den Vorstand bedeutete dies, sich im zurückliegenden Jahr auf verschiedenen inhaltlichen Ebenen intensiv mit dieser Problematik und möglichen Konsequenzen zu befassen. Zum Einen galt es, die verbleibenden Vorstandsmitglieder in die wesentlichen Aufgabenfelder einzuarbeiten, die bislang von ausscheidenden Mitgliedern wahrgenommen wurden, um eine kontinuierliche Arbeit des Kreisjugendrings – zumindest im Kerngeschäft - zu gewährleisten. Zum Anderen intensivierte der Vorstand seine Bemühungen, aus den Reihen der Mitgliedsgruppen neue MitstreiterInnen zu gewinnen. Dazu dienten diverse Einzelgespräche und schließlich auch ein Perspektivtag im September. Trotz dieser Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, neue Vorstandsmitglieder zu gewinnen.

Dies wiederum war für den Vorstand der Anlass, um auch im politischen Bereich zu agieren und die schwierige Situation im Gespräch mit den Kreistagsfraktionen und den JugendpolitikerInneN der Parteien zu erörtern. Daraus resultierte u.a. ein Antrag des KJRs im Jugendhilfeausschuss, mit dem Ziel, die Arbeit des KJRs durch eineN professionelleN MitarbeiterIn (1/2 Stelle Sozialpädagoge/-in) abzusichern. In den weiteren Haushaltsberatungen wurde dieser Antrag von SPD und FDP dahingehend aufgegriffen, dass sie die Einrichtung eines „Jugendbüros“ zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Jugendringe und der kreisweit organisierten Jugendverbände gefordert und dafür 30.000 Euro im Kreishaushalt 2006 eingestellt haben. Ob dieses „Jugendbüro“ die personellen Probleme des Kreisjugendrings lösen ist zz. noch nicht abzusehen. Anfang 2006 soll gemeinsam die Konzeption für dieses Büro erarbeitet werden.

Der Vorstand des Kreisjugendrings bestand im Berichtszeitraum aus:

1. Vorsitzender Björn Bertram Aktion Jugend
2. Vorsitzender Florian Hartmann Kanu Jugend Wiz.
Kassierer Jonathan Brauch Betreuer
Schriftführerin Sandra Thiel Kanu Jugend Wiz
stellv. Kassierer Eric Brübach Betreuer
stellv. Schriftführerin Anna-Katharina Wellnitz DPSG Witzenhausen
1. Beisitzerin Janine Weix TG 1961 Witzenhausen
2. Beisitzer Peter Kirst Betreuer
3. Beisitzer unbesetzt

Seit Oktober 2002 wird der KJR-Vorstand durch eine Büroassistentin (geringfügiges Beschäftigungsverhältnis / ca. 8 Stunden/Woche) unterstützt. Bis November 2005 hat Nadine Weier diese Aufgabe wahrgenommen, dann jedoch ihre Stelle gekündigt. Ende 2005 wurde dadurch eine neue Stellenausschreibung notwendig. Seit dem 01.01.2006 arbeitet nun Cornelia Kahlmeier als Büroassistentin für den KJR. Nadine Weier sei an dieser Stelle für die dreijährige Arbeit beim KJR gedankt.

Leistungsvereinbarung

Im Frühjahr 2005 ist der Werra-Meißner-Kreis an den KJR herangetreten und hat den Wunsch geäußert, die Förderung des Jugendrings auf eine vertragliche Basis zu stellen und eine entsprechende Leistungsvereinbarung auszuarbeiten, wie sie für andere Leistungen des Jugendamtes bereits mit den verschiedenen Trägern ausgehandelt worden war.

Positiver Aspekt einer solchen Leistungsvereinbarung ist die frühere Planungssicherheit über die im kommenden Jahr zur Verfügung stehenden Mittel und die gesicherte Auszahlung von Geldern bereits im Februar. In den vergangenen Jahren war es zu Beginn des Jahres teilweise zu finanziellen Engpässen gekommen, da der Haushalt des Kreises noch nicht genehmigt war und Zuschüsse nur in begrenztem Maße ausgezahlt werden durften.

Wesentlicher Aspekt im Aushandlungsverfahren der Leistungsbeschreibung war für den Vorstand, dass das Berichtswesen (Nachweise für die erbrachten Leistungen) nicht zu kompliziert und die Handlungsspielräume im Programmplanungsprozess nicht zu stark einschränken werden durften. Nach einem fachlichen und von Offenheit und Vertrauen geprägten Diskussionsprozess ist es dem KJR Ende 2005 gelungen, mit dem Werra-Meißner-Kreis eine entsprechende Vereinbarung abzuschließen, die zum 01.01.2006 in Kraft getreten ist.



Maßnahmen für Kinder und Jugendliche

Auf großen Anklang sind auch im vergangenen Jahr die Kinder- und Jugendfreizeiten gestoßen. An den 6 Freizeiten (5 Sommer-Freizeiten in den Sommer-, eine in den Osterferien) haben insgesamt 186 (2004: 177) Kinder und Jugendliche von 8 bis 17 Jahren teilgenommen, dies ergibt eine Zahl von 2.835 (2004: 2.445) Teilnahmetagen.

Betreut wurden die Freizeiten durch insgesamt 29 TeamerInnen, die im Rahmen der BetreuerInnen-Lehrgänge an fünf Wochenenden für diese verantwortungsvolle Aufgabe qualifiziert und fortgebildet wurden. Das sich diese umfangreiche Ausbildung der Ehrenamtlichen lohnt, wurde auch anhand der Ergebnisse der Befragung der TeilnehmerInnen und deren Eltern deutlich: Die Betreuung der TeilnehmerInnen, die Programmangebote und auch die gesamte organisatorische Abwicklung wurden durchgängig als „sehr gut“ oder „gut“ beurteilt.

Darüber hinaus bot der KJR im Berichtszeitraum vier Wochenendfreizeiten für Kinder und Jugendliche an, die entweder als Aktiv- (Kanu bzw. Klettern) oder Kreativ-Wochenenden konzipiert waren und an denen insgesamt 96 Personen teilnahmen.

 



Jugendpolitische Interessenvertretung

Auch 2005 hat der KJR die Interessen der Kinder und Jugendlichen aus dem Werra-Meißner-Kreis sowie die Belange der Jugendgruppen in verschiedenen politischen Gremien (Jugendhilfeausschuss, Unterausschüsse, Eigenbetriebskommission u.a.m.) vertreten. Darüber hinaus hat der KJR öffentlich Stellung zu Missständen und Perspektiven in der Jugendarbeit bezogen.

In den vergangenen Jahren war ein Schwerpunkt der jugendpolitischen Arbeit des KJRs die Forderung nach einem Jugendzentrum für Witzenhausen gewesen – mit einem „langen Atem“ und im Zusammenspiel mit anderen Interessensgruppen konnte der KJR in 2005 einen wichtigen Erfolg verbuchen: Die Stadt Witzenhausen hat den Mietvertrag für ein neues Jugendzentrum unterschrieben und mit den Umbauarbeiten begonnen. Anfang 2006 wird das Jugendzentrum dann eröffnet werden.

Die vorgezogene Bundestagswahl und die BürgermeisterInnen-Wahl in Witzenhausen nutze der KJR, um die Interessen junger Menschen in den Wahlkämpfen zu platzieren. Im Vorfeld der Bundestagswahl verschickte der KJR Fragebögen an die Direktkandidaten des Wahlkreises, die schließlich in der Broschüre „check it out…!“ zusammengefasst und gemeinsam mit jugendpolitischen Forderungen und Informationen rund um die Wahl abgedruckt und flächendeckend im Kreis verschickt wurden.

Zur BürgermeisterInnen-Wahl in Witzenhausen lud der KJR die Kandidatin und die Kandidaten gemeinsam mit der Jugendgruppe „Cognito“ zu einer Diskussionsveranstaltung in den Rathauskeller ein: Neben der Diskussion zu jugendpolitischen Themen mussten die KandidatInnEn auch ihre kreativen und schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Öffentlichkeitsarbeit

Nicht nur im Kontext der jugendpolitischen Interessenvertretung, sondern auch zur Bewerbung der Maßnahmen hat der KJR im vergangenen Jahr eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. So hat der KJR im Berichtszeitraum über 50 Pressemitteilungen verfasst. Der E-Mail-Newsletter ist etwa monatlich an etwa 450 EmpängerInnen vermailt worden und auch die Website glänzte mit guten Zugriffszahlen. Pünktlich zum Jahr 2006 wurde die Website komplett neu gestaltet und auf ein „Content-Management-System“ umgestellt. Dies soll mittelfristig die Mitwirkungsmöglichkeit der Jugendgruppen (z.B. gemeinsamer Veranstaltungskalender, Adress-Datenbank,…) verbessern und neue Formen der Partizipation und Vernetzung ermöglichen.



Programmbausteine für Jugendgruppen

Mit diesen Programmbausteinen bietet der KJR den Jugendgruppen die Möglichkeit, ihr eigenes Programm ohne großen Aufwand abwechslungsreich zu gestalten. Zu diesen Bausteinen gehören neben dem Kreisjugendtreffen auch das Volleyball- und das Fußballturnier. Insbesondere an den Turnieren nehmen immer wieder auch Jugendgruppen teil, die ansonsten die Angebote des KJRs nicht Anspruch nehmen. Leider gelingt es jedoch nur selten, den Kontakt auch über das Turnier hinaus zu halten und die Jugendgruppen und deren LeiterInnen zu einer kontinuierlicheren Teilnahme an den KJR-Angeboten zu bewegen.



Angebote für JugendleiterInnen

Auch 2005 hat der der KJR in Kooperation mit der Jugendförderung des Werra-Meißner-Kreises JugendleiterInnen ausgebildet. Wie in den vergangenen Jahren auch war hier die Nachfrage gut. Ebenfalls ein starkes Interesse gab es an dem „Erste Hilfe Seminar für JugendleiterInnen“ – andere Fortbildungsangebote mussten leider abgesagt werden. Besonders ärgerlich: Teilweise wäre die notwendige TeilnehmerInnen-Zahl zustande gekommen, jedoch erst, nachdem die Anmeldefrist abgelaufen und den wenigen TeilnehmerInneN bereits Absagen erteilt worden waren. Hier wäre eine frühzeitigere Anmeldung seitens der JugendleiterInnen wünschenswert.

Neben den Aus- und Fortbildungsangeboten für JugendleiterInnen möchte der KJR mit besonderen Aktionen und Projekten den Engagierten auch „danke“ sagen. Die vom „Arbeitskreis Juleica im Werra-Meißner-Kreis“ in 2005 erstmalig und unter Federführung des KJR durchgeführte „thanx’n’contact-party“ wurde von den Juleica-InhaberInnen sehr gut angenommen, ebenso das Juleica-Bonusheft. Beide Angebote werden auch 2006 erneut durch den Arbeitskreis realisiert.

Erstmalig abgesagt werden musste 2005 der Segeltörn in den Herbstferien. Durch die Verlagerung des Angebots von Ijsselmeer auf die Ostsee und die frühzeitige Optionierung eines großen Schiffes war es bei einer recht niedrigen TeilnehmerInnen-Zahl nicht zu rechtfertigen, diese Maßnahme durchzuführen. In 2006 soll der Segeltörn daher wieder auf dem Ijsselmeer durchgeführt und kurzfristig ein Schiff in der entsprechenden Größe gebucht werden.



Materialpool

Nach wie vor großer Beliebtheit erfreut sich der Materialpool des Jugendrings. Mit diesem Angebot ermöglichen wir es den Jugendgruppen gegen einen geringen Unkostenbeitrag hochwertige Materialien und Zubehör für die Programmgestaltung zu entleihen, das nicht jede Gruppe selber vorhalten kann.

Insbesondere das Jugend-mobil als auch die Hüpfburg waren die „Renner“ in der Saison. Das Jugend-mobil kam auf 28 Ausleihen und übertraf das bereits gute Ergebnis des Vorjahres um +7%. Die Hüpfburg wurde 22mal verliehen – ein Zuwachs um 20% im vergleich zum ersten Verleihjahr 2004. Dafür wurden das Spielmobil (12/ -20%) und die Buttonmaschine (4/-60%) weniger stark nachgefragt als ein Jahr zuvor.

Der Materialpool hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass mehr Jugendgruppen in Kontakt zum KJR getreten sind und auch Gruppen, die nicht an den Angeboten des KJR teilnehmen, wieder stärker an den Jugendring gebunden werden konnten. Leider schlägt sich dies nur vereinzelt auch in einer Teilnahme an Maßnahmen nieder. Der Materialpool soll auch in den kommenden Jahren weiter etabliert und erweitert werden.

Ausblick

Für 2006 zeichnet sich in den Gremien des Werra-Meißner-Kreises eine Diskussion um die Fortführung des Jugendseeheims Pellworm, eine konzeptionelle Weiterentwicklung und die Art der Bewirtschaftung der Einrichtung ab. KJR-Vorstand und die Geschäftsführung für das Haus der Jugend haben ihr Interesse bekundet, an der Konzeptionierung mitzuarbeiten und die Interessen der jungen Menschen und der Träger der Jugendarbeit in den Prozess einzubringen und sind bereit, dort ggf. Verantwortung zu übernehmen.

Das Jahr 2006 kann für den KJR zu einem „Schicksalsjahr“ werden. Wie der KJR zukünftig sein Programm gestalten kann und wird, hängt maßgeblich von der personellen Entwicklung ab. Sollte es im Frühjahr 2006 nicht gelingen, die Zahl der Vorstandsmitglieder in etwa auf dem jetzigen Stand zu halten oder/und andere Formen gefunden werden, wie der Vorstand von Aufgaben entlastet werden kann, müssen Aufgabenfelder delegiert oder ganz eingestellt werden.

Die Notwendigkeit der Arbeit des Jugendrings ist dabei in keinster Weise in Frage gestellt: Die gute Nachfrage nach den Angeboten des KJRs belegt, wie wichtig dessen Angebote sind. Der Vorstand hat die Hoffnung, dass diese Einschätzung auch von den Jugendgruppen und den politischen VerantwortungsträgerInneN geteilt wird und es gemeinsam gelingt, die zukünftige Arbeit des Jugendrings abzusichern.

Witzenhausen im Januar 2006

Björn Bertram Florian Hartmann

1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

 



Tätigkeitsbericht 2005


kjr_taetbericht05.pdf

Der Tätigkeitsbericht 2005 zum Download.

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